 Vision von Imam Benjamin Idriz vorgestellt am 14.04.2008 im Großen Sitzungssaal - Rathaus München im Rahmen der Nymphenburger Gespräche
Sehr geehrte Damen und Herren,
als ich Anfang dieses Jahres die Einladung für die Nymphenburger Gespräche bekam zu meinem Lieblingsthema zu sprechen, da möchte ich nicht verheimlichen, dass dies mit ein Bisschen Aufregung verbunden war. Ohne Frage geht es um ein anspruchsvolles und komplexes Thema.
In der Ankündigung für diese Veranstaltung und in den soeben ausgeführten Worten von Herrn Offman, sprechen wir von einer sichtbaren Präsenz und dem erfolgreichen Wirken jüdischen Lebens. Wenn wir uns nun über ein Zentrum für Islam in Europa – München unterhalten, wollen wir den Blick auf die Zukunft richten. Als Ideengeber des Projektes und – wenn Sie so wollen: Visionär – ist es mir heute Abend eine besondere Ehre und große Freude, vor diesem Forum meine Vision vorzustellen und mit Ihnen teilen zu dürfen.
Der Abbau von Feindbildern ist eine europäische Qualität, die als Grundlage für ein friedliches und gedeihliches Miteinander dient. Die Muslime in dieses Modell effektiv einzubeziehen, ist ein weiterer Meilenstein zum gemeinsamen Ziel. Ich möchte nicht versäumen, den Menschen zu danken, die in unserer Landeshauptstadt und weit darüber hinaus für ein gegenseitiges Verstehen von Nicht-Muslimen und Muslimen eintreten. Dank an Frau Dr. Spohn, Frau Pfarrerin Höcht-Stöhr, Frau Hajak, Herrn Deja, Herrn Prof. Leimgruber, Herrn Dr. Wimmer, Herrn Güzel, und allen anderen die es uns ermöglicht haben heute hier zu sein. Danke Ihnen allen für die Anregung und die Organisation!
Dank auch deshalb an die Organisatoren, weil Sie mir mit Ihrer Themenvorgabe die Inspiration für meine Einleitung mitgeliefert haben. Denn als ich erfuhr, dass heute Abend ein Jude und ein Muslim gemeinsam zu einer Veranstaltung als Gastvortragende eingeladen werden, wurde die Freude doppelt so groß. Mich erinnert das an Andalusien, an die Zeit der friedlichen jüdisch-muslimischen Beziehungen. |